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Muttertag

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23. März 2016

Die Ehrung der Mutterschaft im Allgemeinen und von Müttern im Speziellen ist keine moderne Errungenschaft, sondern basiert ursprünglich auf der christlichen Tradition, an einem Sonntag ein Fest zu Ehren der Mütter abzuhalten. Zuvor gab es bereits ähnlich geartete Verehrungskulte und -rituale im alten Griechenland für die Göttin Rhea, Göttin der Fruchtbarkeit, Mutterschaft und Empfängnis und im antiken Römischen Reich für die Göttin Kybele und ihren Liebhaber Attis.

Begründung des modernen Muttertages

Die moderne Variante dieser uralten Tradition wurde in den USA des 19. Jahrhunderts aus der Taufe gehoben. Im Jahr 1865 gründete Ann Reaves Jarvis im Bundesstaat West Virginia sogenannte „Mother’s Day Work Clubs“, mit dem Ziel, Frauen aus der Region beizubringen, wie sie sich angemessen um ihre Kinder kümmern können.

Drei Jahre später organisierte sie den „Mother‘s Friendship Day“, eine Mütterbewegung um Frauen von Soldaten der Nord- und Südstaaten nach dem amerikanischen Bürgerkrieg miteinander zu versöhnen.

Fast zur selben Zeit erdachte die Amerikanerin Julia Ward Howe 1870, unter dem Motto: „Peace and Motherhood“, eine Mütter-Friedenstag-Initiative.

Zeitgleich entwickelten sich auch in Europa verschiedene Frauenbewegungen und -vereine, die sich mit den Rechten der Frauen auseinandersetzten.

Die eigentliche Begründung des Muttertags schließlich ging auf Jarvis‘ Tochter Anna Maria Jarvis zurück, die 1907 am 12. Mai, in Gedenken an ihre verstorbene Mutter, ein Treffen mit dem Titel „Memorial Mothers Day Meeting“ in Grafton (West Virginia) organisierte, welches im darauffolgenden Jahr erneut, und diesmal in Gedenken an die Aufopferungsbereitschaft aller Mütter, wiederholt wurde. Jarvis verteilte hierbei weiße Nelken als Geschenk an alle Mütter vor Ort. In den kommenden Jahren wurde der Feiertag, durch die Überzeugungsarbeit Jarvis gegenüber Politikern, Geschäftsleuten und Geistlichen, immer populärer, bis er 1914 sogar in den landesweiten Kalender aufgenommen wurde und fortan jährlich am 2. Sonntag des Mai begangen werden sollte.

Muttertag

 

Zunehmende Kommerzialisierung und Verbreitung des Muttertags

Von Jarvis als Feiertag im Rahmen der Familie erdacht, weitete sich die Bedeutung des Muttertages rasch, auf die eines national im großen Rahmen begangenen Tages, aus. Es folgte die internationale Expansion, angetrieben durch die „Mother’s Day International Association“, in große Teile der westlichen Welt. Ab 1917 verbreitete sich der Muttertag in Europa und erreichte 1923 Deutschland, wo er anfangs vom „Verband deutscher Blumengeschäftsinhaber“ mit Plakaten beworben wurde.
Eine Ausnahme bildete in späteren Jahren die DDR. Hier wurde der Muttertag durch den (sozialistisch motivierten) internationalen Frauentag ersetzt.
Die vollends vollzogene Kommerzialisierung des Muttertags, verlief entgegen des Wunsches der Begründerin Anna Maria Jarvis, da sich ihre eigentliche Intention in dem stark konsumorientierten Tag nicht mehr entsprechend widerspiegelte. Sie wandte sich in ihrem späteren Leben komplett von dem von ihr geschaffenen Tag zur Ehrung der Leistungen ihrer und aller Mütter auf der Welt ab und versuchte den Feiertag sogar wieder aus dem Kalender zu tilgen, was ihr aber bis zu ihrem Tod 1948 nicht mehr gelingen sollte.
Dennoch hat der Muttertag an Wertigkeit nicht verloren und in vielen Teilen der Welt ist es ein besonderer Tag für die ganze Familie.

Geschenkideen

Zumeist werden heute Blumen verschenkt, obgleich mittlerweile des Häufigeren auch Sachgeschenke, kleine selbst gebastelte Präsente, Glückwunschkarten und Gedichte, selbst zubereitetes Essen, wie zum Beispiel ein ausgiebiges Frühstück oder gemeinsame Unternehmungen verschenkt werden, was letztendlich eine schöne Erinnerung für die ganze Familie ist. Muttertagskarten können vor allem auch dann versendet werden, wenn man den Tag nicht mit der Mutter feiern kann.

Muttertag
Muttertag

Bilder: Titelbild pixabay (1635595, congerdesign) / Bild 1: fotolia (40754675, Jeanette Dietl) / Bild 3, 4, 5: Hanra

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