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Bilder sind das, was bleibt. Tipps und Tricks für die perfekten Hochzeitsfotos

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26. Juni 2019

Seit einiger Zeit schon ist es möglich, mit unserem Hanra Online-Kartendesigner personalisierte Geburtskarten zu erstellen. Nun folgt demnächst die Option, auch die komplette Hochzeitskarten-Sets mit eigenen Hochzeitsfotos bequem am eigenen Computer zu gestalten.

Wie Hochzeitsfotos zu perfekten Erinnerungsstücken werden und welche Bilder sich besonders gut für Einladungs- oder Dankeskarten eignen – das beantwortet uns die Geretsrieder Fotografin Stephanie Smutny (www.foto-smutny.de) im Interview.

Frau Smutny, die eigentlichen Hochzeitsfotos entstehen ja erst während der Feierlichkeiten. Welche Art von Fotos wirken denn auf den bereits Monate im Voraus zu verschickenden Einladungen besonders schön?

Die meisten Hochzeitspaare wählen hierfür ein privat aufgenommenes Paarfoto. Ein natürlich und sympathisch wirkendes Bild, auf dem sich die Liebenden im Arm halten oder anlächeln, finde ich persönlich am passendsten. Auch das Outfit sollte dabei nicht zu steif wirken. Ein schönes Sommerkleid, ein lässiges Hemd – das wirkt elegant, aber nicht overdressed. Einige Paare entscheiden sich aber auch dafür, den Hochzeitsfotografen bereits dieses Motiv schießen zu lassen. Das ist eine tolle Möglichkeit, sich vorab schon einmal während eines Fototermins kennen zu lernen und als Paar gemeinsam „professionell“ vor der Kamera zu stehen.

Die klassischen Hochzeitskarten, die ein Foto des Brautpaares zeigen, sind die Dankeskarten. Was gibt es hier zu beachten?

Wer schon im Vorfeld der Feier weiß, welches Design die Dankeskarte haben wird, der sollte dem Hochzeitsfotografen das Format – ob hoch, quer oder auch quadratisch – mitteilen, damit dieser dann am Tag der Trauung einige geeignete Motive auf jeden Fall auch in der passenden Optik fotografiert.

Und welche Motive sind besonders beliebt?

Bilder, auf denen das Paar komplett zu sehen ist und die Outfits gut zur Geltung kommen, sind die Klassiker. Einige Brautpaare planen während des Shootings gleich ein Foto mit ein, auf dem sie eine „Just-Married“- oder „Danke“-Girlande in den Händen halten. Auch Detailaufnahmen werden gerne für die Dankeskarte genommen. Etwa der Blumenschmuck, die Eheringe oder die Hochzeitstorte. Sie spiegeln oft sehr gut die Atmosphäre der Hochzeit wider. Viele Paare fragen mich nach einem geeigneten Motiv und ich wähle es dann mit ihnen gemeinsam aus. Wichtig ist dabei auch das Kartendesign. Ist es eher schlicht, kann das Foto bunt und detailreich sind, ist es eher aufwendig, dann passt ein ruhiges Bild besser.

Welche Momente einer Hochzeit sollten auf jeden Fall fotografisch festgehalten werden?

Natürlich sind Trauungszeremonie, Paarfotos oder Eröffnungstanz ein Muss, aber die kleinen Momente sind für mich die wirklich Besonderen. Das morgendliche Styling der Braut im Kreise ihrer Liebsten, die Tischdekoration, die Gastgeschenke, das Essen … all die Dinge, für die das Hochzeitspaar während der Feier kaum Zeit und auch kein Auge hat, die aber später im Fotoalbum den Tag erst komplett werden lassen.

Gibt es einen perfekten Zeitpunkt für die klassischen Brautpaarfotos?

Aus fototechnischer Sicht ist es die Zeit vor dem Sonnenuntergang. Da steht das Licht niedriger und ist viel weicher und schmeichelhafter als tagsüber. Mittags um 12 Uhr ist es so, als würde man sich unter eine Glühbirne stellen, da das Licht direkt von oben kommt und sehr hart ist, besonders in den Sommermonaten. Es wirft dann unschöne Schatten aufs Gesicht. Organisatorisch ist es oft sinnvoll, die Paarfotos zeitlich aufzuteilen. Einmal nachmittags während Kaffee und Kuchen, da sind die Gäste beschäftigt, unterhalten sich und es fällt nicht auf, wenn das Brautpaar mal verschwindet und dann abends noch einmal zum Sonnenuntergang.

Ihr Trick für natürliche, ungestellte Fotos?

Ich dränge das Paar nicht in bestimmte Posen, sondern lasse es erst einmal selbst agieren. Dann beobachte ich seinen Umgang miteinander und auch die Bewegungen. Oft lasse ich dazu die Lieblingsmusik laufen, die ich im Vorgespräch erfragt habe, das lockert die Atmosphäre auf und die Scheu fällt meist schnell ab. Generell ist es mir wichtig, Brautpaar und Gäste so authentisch und natürlich wie möglich zu zeigen. Deshalb bin ich auf einer Hochzeit am liebsten den ganzen Tag dabei. So habe ich die Zeit und die Möglichkeit, viele ungestellte Momente einzufangen.

Und welcher ist Ihr Lieblingsmoment?

Wenn ich merke, dass das Brautpaar sich und seinen Tag genießt, loslassen kann und sich von seinen Emotionen mitreißen lässt – das rührt und freut mich bei jeder Hochzeit aufs Neue.

Vielen Dank für das Gespräch.

Bilder: Wir danken Frau Smutny, eine Hochzeitsfotografin aus Geretsried, die uns alle  Bilder zur Verfügung gestellt hat.

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